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Lebensraum Wald

Wald ist eine vielfältige Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die miteinander, füreinander und gegeneinander leben.

Blätterdach auf dem Wartberg
Blätterdach auf dem Wartberg
Der Wald auf dem Wartberg schützt die Reben
Der Wald auf dem Wartberg schützt die Reben
Der Waldboden wirkt wie ein Schwamm und lässt so das Regenwasser nicht einfach abfließen
Der Waldboden wirkt wie ein Schwamm und lässt so das Regenwasser nicht einfach abfließen
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Aufbau des Waldes

Fünf Schichten gehören zum Aufbau des Waldes: Boden, Moos, Kräuter, Sträucher und Bäume. Von Bakterien, Pilzen, Regenwürmern im Boden bis zu Orchideen und heimischem Wild finden hier zahllose Lebewesen ihren Lebensraum. Nach Alter und Art verschiedene Baumbestände, das unterschiedliche Klima und wechselndes Licht bilden ein verzahntes Mosaik von Lebensräumen für eine artenreiche Tier-und Pflanzenwelt. Dickungen bieten Ruhezonen für Wild und Vögel. Im feuchtkühlen Klima älterer Baumbestände gedeihen Gräser, Farne oder Flechten besonders gut. Alte Bäume sind reich an Höhlen und Baumritzen, in denen Vögel ihre Nester bauen können und die Fledermäuse einen Unterschlupf finden. Mischwälder sind im Gegensatz zu Reinbeständen weniger anfällig gegen Wetter und Krankheiten.

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Vorspiel am Waldrand

Waldränder sind ein Vorspiel zum Erlebnis Wald. Vom Kraut über den Strauch bis zum Baum wächst hier alles, was der Wald zu bieten hat. Der stufige Aufbau mit verschiedenen Höhenlagen schützt den Wald gegen Wind und Sonne. Gleichzeitig sind sie Zonen naturnaher Vegetation, in denen Natur in ursprünglicher Form gedeiht, und Rückzugsräume für die verdrängten Tiere aus den intensiv bewirtschafteten Flächen.

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Vorzüge und Probleme

Das Blätterdach des Waldes gleicht einem Puffer, der den Regen langsam auf den Boden tropfen lässt. Der Waldboden selbst wirkt wie ein Schwamm, der das Wasser filtert und langsam einsickern lässt. Düngung und Pestizideinsatz sind im Wald selten, das Öl für die Maschinen ist biologisch abbaubar, sodass keine Verunreinigung des Wassers droht. Das einzige Problem ist die Lufteinwirkung mit ihrem hohen Gehalt an Säure und Stickstoff.

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Wald schützt Boden

Wenn das Regenwasser ungehindert abfließen würde, könnte der wertvolle Humus abgetragen werden. Die Folge wäre eine Zerstörung der Vegetation. Hochwasser würde dann zur Normalität werden, tiefe Erosionsrinnen würden die Landschaft prägen. Beispielhaft ist dafür Südeuropa zu nennen, das heute noch gegen die Folgen des Raubbaus an den Wäldern vor 2.000 Jahren ankämpft.

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Lunge der Landschaft

Der Wald verbessert die Qualität der Luft und wirkt ausgleichend auf das Klima. Das Kronendach mindert starke Sonnenstrahlen. Waldluft wird tagsüber nicht so stark erwärmt, nachts wird weniger Wärme abgegeben. Der Wald ist ein ausgezeichneter Luftfilter. Zweige, Blätter und Nadeln wirken wie ein Sieb, in dem sich der Staub absetzt und danach vom Regen ausgewaschen wird.