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Rebflurbereinigung

Durch Flurbereinigungsverfahren werden zersplitterte, unwirtschaftlich geformte, kleine sowie wegemäßig nicht erschlossene Rebflurstücke neu geordnet sowie zusammengelegt und zweckmäßig gestaltet. Am Wartberg wurden 58 Hektar neu strukturiert.

Querschnitt eines Weinbergweges
Querschnitt eines Weinbergweges
Wasserableitungs- und Rückhaltesystem
Wasserableitungs- und Rückhaltesystem
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Historie

Die Rebflurbereinigung am Wartberg wurde in den Jahren 1968 bis 1971 durchgeführt und hat sich auf rund 58 Hektar Rebfläche erstreckt. Wege wurden ausgebaut, das Gelände günstig geformt, Gräben zur Ableitung des überschüssigen Wassers angelegt und damit die Voraussetzungen für einen Rebenneuaufbau mit standortgerechten und sortenreinen Beständen geschaffen. Beteiligt waren 135 Wengerter mit insgesamt 407 Parzellen. Heute gibt es am Wartberg noch 147 Parzellen.

 

Die Flurbereinigung wurde nach damaligen Erkenntnissen der Bewirtschaftung geplant und realisiert, inzwischen gibt es aber darüber hinaus weiterreichende Gedanken und Umgestaltungen. Diese neuen Gesichtspunkte bei der Flurbereinigung gehen mit einem erhöhten Flächenverlust für die Wengerter einher. Denn diese beinhalten mehr Auflockerung durch Sträucher, Bäume sowie Ödländereien, Mauern werden wieder aufgebaut, Wasserableitungen erhalten einen flachen Querschnitt, werden bepflanzt und mit grobem Stein befestigt.

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Wasserableitung

Das in Weinbergen abfließende Regenwasser wird am bergseitigen Bordstein der Wege zunächst quer zum Hang geführt. Das Wasser sammelt sich in Wasserstaffeln oder in naturnah ausgebauten Ableitungen, dadurch kann das Wasser geordnet zu Tal fließen. Die besonders bei Sommergewittern oft großen Wassermengen werden am Hangfuß zunächst in Regenrückhaltebecken aufgestaut. Von diesen künstlichen Seen wird das Wasser zeitverzögert und kontrolliert weitergeleitet in die Vorfluter, Gräben und Kanalisation. Während der Rückhaltung in den Becken setzt sich die vom Wasser mitgeführte Erde ab. Damit erfolgt keine gefährliche Verlandung in Gräben und Rohrleitungen.

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Regenrückhaltebecken

Ein Kranz zahlreicher Regenrückhaltebecken schützt Heilbronner Wohn- und Gewerbeviertel sowie Straßen und Kanalisation vor Überflutung und Verschlammung durch abfließende Wassermassen aus den Weinbergen. Die Becken sind mit reichhaltigem Pflanzenbewuchs und ihren zum Teil wechselfeuchten Sohlen Biotope und Oasen für viele Tierarten.