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Vogelwelt im ­Stadtwald

Eine bunte und nicht zu überhörende Vogelwelt belebt den Heilbronner Stadtwald, der ihr Schutz und Nahrung bietet.

Buntspecht
Buntspecht
Waldohreule
Waldohreule
Eichelhäher
Eichelhäher
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Wer wohnt in welchem Stockwerk?

Viele Vögel bevorzugen spezielle Waldstockwerke. Der Waldlaubsänger zum Beispiel liebt eine mittlere Höhe, den verwandten Zilpzalp hört man aus Baumwipfeln. Zaunkönige wiederum suchen niedere Sträucher am Waldrand. Die Rotkehlchen beobachtet man in fast allen Höhen, aber zum Singen fliegen sie gern auf hohe Bäume.

 

Viele Vogelarten klettern auf der Insektensuche auf verschiedenste Weise auf Baumstämmen herum. Garten- und Waldlaubsänger klettern in Spiralen: nur nach oben – nach unten wird geflogen. Der Kleiber ist in Deutschland der einzige Vogel, der auch mit dem Kopf nach unten klettert.

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Spechte, Elster, Eichelhäher

Im Heilbronner Stadtwald leben viele Buntspechte. Die Grünspechte sieht man häufiger in Obstwiesen, deren Bäume schneller als viele Waldbäume altern. Schwarzspechte bevorzugen hingegen weiträumige Wälder mit viel Altholz, am liebsten alte Buchenwälder. Die Elster ist ebenfalls ein wichtiger Quartiermacher: Waldohreulen brüten häufig in alten Elsternestern. Der Stadtwald zwischen Köpfertal und Schweinsberg ist für die Waldohreule ein beliebter Lebensraum. Quartiermacher auf lange Sicht ist auch der Eichelhäher. Die „Hähersaat“, seine vergessenen Wintervorräte, fördert die Naturverjüngung von Laubwäldern.

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Wer frisst was?

Am Schnabel erkennt man, was ein Vogel frisst. Kurze, kräftige Schnäbel verraten Pflanzenfresser. Kernbeißer, Buchfink und Dompfaff gehören dazu. Der Fichtenkreuzschnabel hat eine „Spezialausführung“: sein gebogener, langer Finkenschnabel pickt Samen aus Fichtenzapfen. Insektenfresser, wie Meisen und Grasmücken, sind mit spitzen, schlanken Schnäbeln ausgestattet. Drosseln und Amseln ziehen mit ihrem langen, relativ schlanken, aber kräftigen Schnabel die Schnecken und Würmer aus Laub und Boden. Die Singdrossel hämmert Schneckenhäuser auf, um an den begehrten Inhalt zu kommen. Dabei bevorzugt sie immer denselben Ort, weshalb man von der „Drosselschmiede“ spricht.